Gundula's Blog

Warum hochwertiges Omega 3 für Ihr Pferd?

Immer mehr Pferde leiden an Arthrose, Husten oder anderen entzündlichen Prozessen, die mit Medikamenten in Schach gehalten werden.

Wir selbst hatten nach dem Einzug und der Zusammenführung in unserem Stall ein ziemliches Hustenproblem. Es war wohl so wie bei Kindern, die in den Kindergarten kommen: Es treffen unterschiedlichste Bakterien und Viren aufeinander – und ein Kind steckt sich beim anderen an.

Wir probierten es mit Hustenkräutern, mit denen ich sonst immer sehr guten Erfolg hatte – doch nur kurze Besserung. Der Tierarzt war immer wieder vor Ort und die Lungen unserer Hustis wurden abgehört – Sputolysin und auch Ventiplus wurden verschrieben und nicht nur eine Dose… Zwischenzeitlich benötigte mein im Herbst 2022 neu zugekaufter First Smile, ein mittlerweile 17-jähriger Oldenburger Wallach, Cortison, da seine Hustenanfälle dramatisch wurden.

Für mich war klar, Cortison kann keine Dauerlösung sein und so – es gibt keine Zufälle, denn sie fallen Dir zu 😊 – entdeckte ich:  hochwertiges Omega 3 .

Nachdem es beim Menschen als das „Öl des Lebens“ mit maritimen Heilkräften beschrieben wird, nahm ich es noch mehr unter die Lupe.

Jeder Pferdebesitzer kennt Leinöl und hat auch sicher schon mal seinem Pferd etwas davon gefüttert, doch hier war nicht die Rede von der  pflanzlichen Omega 3 Fettsäure (ALA) – sondern von DHA und EPA, Omega 3 Fettsäuren, die aus Fischöl gewonnen werden. Richtig, Fischöl – jeder, der sich jetzt fragt, wie kann man einem Pferd Fisch füttern – es geht nicht um das Fisch-Protein, sondern um das Öl!!!!!

Hier in der Grafik sieht man eine Einteilung der Fettsäuren, die für verschieden Funktionen, die im Körper benötigt werden.

Um die Funktionsweise besser zu verdeutlichen, muss ich ein wenig ausholen:
Pferde fressen Gräser und Kräuter in der Wildnis bzw auf der Weide, sofern diese vorhanden sind, und kommen so zu ihrem Omega 3 Bedarf aus der Natur. Doch wo können sie sich noch aussuchen, welche Kräuter und Gräser sie bevorzugen und welche Vielfalt an Gräsern und Kräutern ist noch auf unseren Weiden?

Wildtiere wurden auf Omega 3 getestet und wiesen ein sehr gutes Verhältnis zwischen Omega 6-und Omega 3 Fettsäuren auf.

Warum spreche ich das Verhältnis an? Omega 6 Fettsäuren stehen dafür eine Entzündung zu erzeugen, und nicht zu stoppen. Ich möchte damit nicht sagen, dass Entzündungen immer nur schlecht sind. Denn sie sind dafür da, Reparaturmaßnahmen im Körper einzuleiten. Doch ein zu viel belastet den Körper mehr als wir wollen.

Omega 3 Fettsäuren reduzieren Entzündungen!

Wodurch kommt es zu einer Verschiebung des Gleichgewichtes?

Einerseits durch ein zu viel an Getreidefütterung und zu wenig Weide andererseits durch verbrauchende Bewegungsmuster oder Schwachstellen im Körper, die zu Entzündungen führen.

Kurz und einfach ausgedrückt jeglicher Stress, sowohl mechanisch, chemisch als auch psychisch, wird biochemisch im Körper so übersetzt, dass es ein Stress auf die Zelle ist.
Dadurch entsteht in der Zelle ein Entzündungsprozess, der im Grunde für Reparaturvorgänge als Start notwendig ist – doch wie schon vorher erwähnt:  wo ein zu viel einfach Zuviel ist.

Grafik  Entzündung Informationen von Dr. Stephan Schierer, vielen herzlichen Dank!

In der Grafik oben sieht man deutlich, dass durch den Stress vom Körper Arachidonsäure (Omega 6 Fettsäure) gebildet wird, die sich wiederum in 2 weitere Untergruppen aufspaltet.

Die eine führt zu Wundverschluss, Fieber und Schmerz, die andere zu Allergien und Schleimsekretion – bei Allergie denken wir an die Sommerekzemer und bei Schleim, naja unsere Hustis eben…..

Auch ist in dieser Grafik eingezeichnet, wo das Schmerzmittel (COX Hemmer) ansetzt. Nämlich dort, wo sich die Arachidonsäure (Omega 6 Fettsäure) in ihre Untergruppen teilt.

Greift das Schmerzmittel nicht, kommt wiederum Cortison ins Spiel.

Wo wirkt jetzt Omega 3?

An beiden Stellen – es sei denn, der Organismus hat mehr als genug von hochwertigen Omega 3.
Nach dieser Grafik wurde mir einiges klar, und ich setzte bei unseren Hustis auf Omega 3 Fettsäure mit gezieltem dem Pferd angepassten Training, dass eine tiefe Atmung forciert wurde, um den Schleim abzuhusten. Und natürlich auch immer unter Tierärztlicher Kontrolle über die Entwicklung der Verschleimung der Lunge.

Und siehe da: Wir hatten Erfolg - die uns auch durch die Tierärztlichen Kontrollen bestätigt wurden. Nach jeder Kontrolle hieß es, bitte weiter so es hat sich gebessert!

Jetzt, nach ca einem dreiviertel Jahr, ist die Lunge von Smiley tiptop.

Es ist keine Maßnahme, die von heute auf gestern wirkt, damit meine ich eine rasche Lösung - doch eine mit Nachhaltigkeit!

Was ich Euch aber auch nicht vorenthalten möchte ist, dass die Omega 3 Fettsäure in die Zellwand eingebaut und so auch die Zelle an sich „intelligenter“ wird. D.h. sie kann Stoffe aufnehmen – durch die durch Omega 3 Fettsäure flexible gewordene Zellwand schleußen – und ihren Müll rausschmeißen.

Wie hier in der Grafik erkennbar, hat eine geschädigte Zelle eine verrunzelte, starre Zellwand und sie kann die Nährstoffe nur teilweise bis gar nicht aufnehmen: man füttert zwar, aber es kommt nichts im Organismus an.

Eine gesunde Zelle kann die Nährstoffe aufnehmen und sich der Abbauprodukte entsorgen.
Was für mich auch vielleicht ein Indiz war, warum ich mit Kräutern auch nicht weitergekommen bin. D.h. ich habe zwar gefüttert, doch es kam in der Zelle nicht an.

Denn eine gesunde Zelle nimmt die Nährstoffe entsorgt sich der Abbauprodukte – eine „nichtgesunde Zelle“ tut sich schwer.

!!!!!!! Gesunde Zelle – Gesunder Organismus !!!!!!!!

Was wiederum bedeutet, dass Omega 3 Fettsäure nicht nur für Pferde mit einem Befund von ungeheurem Wert ist, sondern für alle Pferde! Denn eine gute Omega 3 Fettsäure Versorgung verbessert u.a. auch die neuromuskuläre Funktion. Das bedeutet, dass es ermöglicht wird Bewegungen präzise auszuführen, von den einfachen bis hin zu komplexen komplizierten Lektionen. Somit sinkt auch das Risiko für Verletzungen, Schwellungen und Entzündungen. Denken wir nur an die Anpassungsarthritis bei jungen Pferden!

Zusätzlich verlangsamt Omega 3 Fettsäure den Abbau von Muskelmasse – so können unsere älteren Pferde fitter & gesünder alt werden.

Und es hilft dem Körper schneller zu regenerieren, was auch im Pferdesport ein großes Thema ist!
Also ihr seht, ein echtes Geschenk der Natur. DOCH ACHTUNG: Die Qualität macht es aus!
Wie oft sehe ich Kanister von Lachs- oder Leinöl in Ställen bei vielleicht 30 Grad herumstehen – weg damit. Gutes hochwertiges Omega 3, muss in den Kühlschrank! Denn sonst oxidiert es und belastet den Körper mehr als notwendig – dann ist es besser, ihr füttert gar nicht.

Auch wenn bei Eurem Futter in Pelletsform draufsteht, dass es Omega 3 enthält, ist es eher ein Verkaufsschlager als hochwertig. Denn um Pellets zu erzeugen wird erhitzt und  somit wird das Omega 3 verändert (oxidiert) und ist für den Körper mehr Schaden als Nutzen!

Wie so oft entscheidet die Qualität über den Erfolg!

Für alle, die es schwarz auf weiß haben möchten, gibt es auch die Möglichkeit Euer Pferd mittels Trockenbluttest zu testen – bevor man hochwertiges Omega 3 zufüttert und nach ca 6 Monaten, denn der Körper braucht seine Zeit. Alle Infos dazu findet ihr hier!

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