Gundula's Blog

Chronischer Husten und Hufrehe beim Pferd – wenn Atemwege und Hufe zusammenhängen

Chronischer Husten beim Pferd: Erste Symptome und Warnzeichen

Chronischer Husten mit Beteiligung der Bauchmuskulatur, so dass man die sogenannte Dampfrinne schon sieht, und Hufrehe – ein Alptraum für jeden Pferdebesitzer!

Ich dachte immer, so etwas würde meinen Pferden nie passieren – bis es einmal so weit war.

Stressbedingter Husten trotz unauffälligem Befund – ein trügerisches Gefühl der Sicherheit

Mein kleiner Sorraia entwickelt eine Art Husten, der vermehrt bei Stress auftrat. Natürlich ließ ich ihn wiederholt abhören, doch es hieß immer, es sei alles in Ordnung.

Dampfrinne sichtbar: Wenn aus Husten ein ernstes Lungenproblem wird

Doch als ich im Sommer nach ein paar Tagen Urlaub zurückkam, sah ich sogar eine Dampfrinne und kontaktierte daraufhin sofort den Tierarzt. Er wurde wieder einmal abgehört, und dieses Mal hieß es, dass die Lunge verschleimt wäre. Es ging sogar so weit, dass er eine geringe Dosis an Cortison verabreicht bekam.

Plötzliche Hufrehe beim Pferd – wenn ein neues Problem entsteht

Einige Tage später machte sich dann die Hufrehe bemerkbar ☹. Es wurden die Hufe gekühlt, Keile geklebt, Schmerzmittel und Aspirin verabreicht,….. – Die Hustensymptomik und die Verschleimung besserten sich, doch jetzt hatten wir die Hufthematik – hatten gleichsam Pest gegen Cholera getauscht! Kaum besserte sich die Hufgeschichte, wurde, die Lungen und der Husten wieder schlechter – willkommen im Teufelskreis! Auch dieses Mal kam unser Tierarzt, um die Lunge abzuhören. Ergebnis: Schleimlöser füttern.

Hufrehe und Atemwegserkrankung im Wechsel: Der Teufelskreis beginnt

Also wurde, nachdem ich die Tage davor schon wieder mit EquiMycin begonnen hatte, auf den Schleimlöser des Tierarztes gewechselt. Doch nur einmal am Abend und einmal in der Früh – denn auf diesen Schleimlöser, der KEIN Cortison enthielt, wurde die Symptomatik der Hufrehe wieder schlechter. Sofort setzte ich das Mittel ab und kontaktierte meinen Tierarzt. Wir entschlossen uns, unserem kleinen Patienten Equimucin, das er vertragen hatte, weiter zugeben. Es wird weniger verschrieben, da es um einiges teurer ist als andere Schleimlöser.

Wenn man bei Google unter equimucin sucht, kann man u.a. folgenden Text lesen: „Zur Verminderung der Viskosität von tracheo-bronchialem Schleim bei der unterstützenden mukolytischen Behandlung von chronisch-obstruktiven bronchopulmonalen Erkrankungen beim Pferd, die mit abnormer Sekretbildung und Mukostase einhergehen.“

Der Verlauf war sehr zufriedenstellend, die Hufthematik schien im Griff zu sein – und auch die Lungenthematik besserte sich. Auch kehrte seine Bewegungsfreude wieder zurück. Ich war überglücklich, die Sache glimpflich überstanden zu haben.

Bis das letzte Equimucinpäckchen verfüttert war. Plötzlich merkte man wieder die Bewegungsunlust und den etwas steifen Gang, die Hufe wurden wieder wärmer und es schien, als ob alles wieder von neuem begann (Wohlgemerkt, die Pferde waren im Winterauslauf und nicht auf Gras – und wenn sie kurz mal auf der Weide waren, stand er bei der Heuraufe und zog das Heu dem Gras vor).

Wieder wurde mit dem Tierarzt Rücksprache gehalten und der Satz „Equimucin enthält eine Aminosäure, deswegen braucht es oft länger, bis es wirkt“, ließ mich aufhorchen.

…und so begannen meine Recherchen und ich konnte meinen ursprünglichen Beruf als med. Techn. Analytikerin nicht verbergen.

Aminosäuren, Entgiftung und Pferdegesundheit

Equimucin ist Acetylcystein und aus meiner Zeit, in der ich mich sehr mit Orthomolekularer Medizin beschäftigt habe, wusste ich, das L-Cystein eine wichtige Aminosäure ist, um die Entgiftung des Körpers zu gewährleisten. (Genauer gesagt: Sie ist notwendig, um die Giftstoffe löslich zumachen, damit sie ausgeschieden werden können) Wenn man dann nachschlägt, erfährt man, dass ein Mangel an Cystein im Körper zur Verschleimung der Lunge führt……..

Jetzt ergab alles einen Sinn! Ganz vereinfacht ausgedrückt verwenden Pferde ihre Hufe als „Mülldeponie“ – und wenn es zu viel wird, entsteht eine Entzündung. Anders gesagt: Fehlt der Stoff, der die auszuscheidenden Produkte so vorbereitet, dass sie ausgeschieden werden können, wird einfach mehr in die Mülldeponie gebracht – es ist wirklich sehr vereinfacht erklärt, aber es fiel mir wie Schuppen von den Augen.

Ab jetzt brauchte ich nicht mehr Pest mit Cholera tauschen, und unsere Situation besserte sich zusehends.

Ich wollte diese Erfahrung mit euch teilen, denn vielleicht kann sie auch mal einem Pferd und seinem Besitzer weiterhelfen! Für mich glich diese Erfahrung jedenfalls einem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk – denn ich wünsche mir eigentlich nichts anderes als gesunde, glückliche Pferde, und Euch geht es sicherlich ganz genauso!

Eure Gundula

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