Gundula's Blog

Ein Jahr am Hof zu Radochenberg und kein bisschen Reue

Es war der 11.11.2022 – ein cooles Datum – als ich mit meinem Oldi Chicco als erstes Pferd in den Hof zu Radochenberg einzog. Ich kann mich noch zu gut erinnern, dass ich – als Chicco verladen und ich bereits am Weg vom Horse Resort „am Sonnenhof“ auf der Autobahn Richtung Südoststeiermark war – meine Eltern anrief, um Ihnen mitzuteilen, dass ich in ca einer Stunde da bin, mein Vater lachend meinte: „Ja, es wird gerade der Winterauslauf fertig eingezäunt……“

Meine Aufregung war groß. Kein Wunder: Fahrten aufs Turnier und auch auf Fortbildungen kannte ich nur allzu gut und genoss sie auch immer. Da hatte ich ja mein Pferd um mich. Jetzt aber war ich am Weg in den eigenen, neuen Stall – wie aufregend! Würde alles klappten wie geplant – wie würde es werden?

Ganz ehrlich, jetzt nach einem Jahr und ein paar Tagen, kann ich Euch sagen: Ich würde nie mehr tauschen!“ Arbeit ist es auf alle Fälle mehr, als wenn man sein Pferd in einem Stall eingestellt hat und man quasi nur als Besucher kommt. So wie eine gute Freundin bei einem Telefonat sagte: „Jetzt sind Deine Pferde Haustiere und keine Besuchstiere mehr!“

Am gleichen Tag mit Chicco zogen noch La Paris, Marty – zwei Wallache – mit ein. Und am Abend holten wir auch noch Pinuu. Ein Tag später zog auch First Smile in den Stall ein – und so war meine Truppe fast vollständig. Ende November kam ein großer Pferdetransporter mit den restlichen Pferden aus Deutschland, zwei Stuten einer Freundin und mein kleiner Wallach Doncor.

So, jetzt waren wir komplett! Wenn ich heute die Truppe zu damals vergleiche, war das echt ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen und es dauerte fast ein halbes Jahr, bis draus eine Herde entstand.

Erst vor kurzem, als ein Gastpferd für RehaTraining den Hof besuchte und auf der Nachbarkoppel war, merkte ich, wie sich diese bunte Truppe zusammengeschweißt hatte. Eine der Stuten patrouillierte am Zaun entlang und es durfte keiner den Besucher auch nur ansehen. Da ist mir erst bewusst geworden, dass ein Wechsel in der Herde, wie es ja in einigen Ställen oft täglich ist, für Pferde gar nicht so entspannend sein kann.

Auch finde ich es höchst spannend, wie jede/r einzelne aus dieser Herde seinen Charakter formt. Mit ,formen’ meine ich, dass sie selbstbewusster und manchmal auch frecher werden – was ja mit der körperlichen Entwicklung oft einhergeht. Je fitter sie körperlich werden, desto mehr Ausstrahlung und auch Selbstbewusstsein bekommen sie. Und nachdem alle Pferde unter meiner Obhut im Training stehen, ist es wunderbar, diese Entwicklung zu beobachten.

Naja – Klein Doncor macht erst die ersten Schritte, doch der bringt ja schon ein Batzen Selbstbewusstsein von Haus aus mit: Es wird spannend, wie das noch weitergeht. 😊

Doch neben den Pferden war auch sonst einiges los am Hof. Die Ausbildung Equino FIT® – Training als Prävention – Deinem Pferd zu Liebe – wurde in mehreren Modulen abgehalten. Einige dürften ihren Abschluss im Equino FIT® Basic oder auch im Equino FIT® Professionell feiern.

Am Ende eines Monats gab es einen Trommelabend für Interessierte und auch eine geführte Meditation – ja auch für Reiter gut. Denn bei der Arbeit mit Pferden voll und ganz bei sich zu sein, ist ein Muss, das sind wir unserern Pferden schuldig!

Zusätzlich gab es noch zwei Equino FIT® Workshops im Rahmen des LFI und einen Schnuppertag Equino FIT® for Kids, der viele leuchtende Augen in die Kindergesichter gezaubert hat.

Für nächstes Jahr – seid gespannt 😊.
Vom Tageskurs bis Online ist sicher etwas Interessantes für jeden von Euch dabei.

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EquinoFIT® for Kids - Schnuppertag

Ein Schnuppertag in den Sommerferien für Kinder und Jugendliche am Reiterhof.

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