Gundula's Blog

Wenn Schwachstellen bei der Ausbildung bremsen

So ein Feedback von A. aus Luxenburg lässt mein Herz höherschlagen:

„Unseren Connemara-Mix Joey haben wir als Zweijährigen gekauft, als wir dringend einen Kumpel für unser älteres Springpferd suchten. Es war Liebe auf den ersten Blick: ein frecher und aufgeweckter Ire, der mit seiner lustigen Art frischen Wind in unsere kleine Herde brachte. Auch seine Fehlstellung schien ihm nie ein Problem zu sein, denn er liebt es zu spielen und klettert sogar Treppen rauf und runter, meist ohne Aufforderung, sondern nur aus Abenteuerlust. Umso schlimmer war es, als wir Anfang dieses Jahres von einem renommierten Pferdeorthopäden die Schreckdiagnose „Arthrose“ erhielten, mit dem Rat, ihn einfach wegzustellen. Und das mit nicht einmal 7 Jahren!

Nach langer Suche im Internet stieß ich auf Gundula, die mir schnell und unkompliziert eine Online-Betreuung anbot. Und siehe da, nach 3 Monaten systematischem Training und Betreuung ist Joey nicht mehr wieder zu erkennen. Er läuft lahmfrei, locker, hat Spaß an der Bewegung und das alles ohne Medikamente oder regelmäßige Spritzen. Ich habe in sehr kurzer Zeit unglaublich viel gelernt und kann Gundula und die Equinopathie®/ EquinoFIT® international online nur wärmstens empfehlen.“

Ja, Ihr lest richtig – in diesem Fall handelte es sich um eine Online-Betreuung! Anfangs konnte ich mir auch nicht so ganz vorstellen, dass dies funktioniert, da man ja doch gerne mal den einen oder anderen Muskel betasten und angreifen möchte – einfach, um zu spüren, ob er hart oder weich oder ob es eine wärmere Stelle dran gibt. Palpationen fallen in diesem Bereich natürlich weg.

Doch dank meiner langjährigen Erfahrung kann ich Bewegungsmuster mit dem Muskelrelief des Pferdes gut einordnen.

Wie das geht? Nun, anfangs, kurz nachdem ich diesen Trainingsweg eingeschlagen habe, schickte mir immer wieder eine Freundin Verkaufsfotos und -videos, einfach so zum Ansehen, wie sie meinte. Doch natürlich wollte sie auch wissen, wie ich diese Pferde denn einschätzen würde, vor allem natürlich deren Bewegung. Im Nachhinein betrachtet waren diese Fallbeispiele schon meine ersten Versuche.

In der Corona-Zeit bot ich Hilfestellung per Video an – auch das funktionierte. Ich kann mich gut erinnern, dass ich ein Video bekam, in dem das Pferd auf der linken Hand nie angaloppieren wollte. Und schneller als gedacht, war der Grund auch am Video dafür sichtbar, nämlich eine Handteller große Muskelverletzung am linken Vorderbein im Bereich zwischen Ellbogen– und Schultergelenk. Es handelte sich in diesem Fall auch noch um ein junges Pferd, und die Besitzerin hat es als „komisch und stur“ eingestuft. Doch sie hat – Gott sei Dank – dann doch dieses eine Video geschickt, aus dem mir vieles klar wurde.

Ihr fragt Euch jetzt sicher: Was hat das die Muskelverletzung links vorne mit dem Nicht-Galoppieren auf der linken Hand zu tun? Wenn man sich die Fußfolge des Galopps genauer ansieht, hat auf der linken Hand das innere Vorderbein, also das linke, eine Einbeinstütze.

Der Muskel zwischen Ellbogen- und Schultergelenk ist u.a. dafür zuständig, den Schub gegen den Ellbogenhöcker und so auch den Schub nach vorne zu erzeugen.  Zusätzlich beugt er das Schultergelenk und streckt das Ellbogengelenk – und mit dieser Verletzung wollte das Pferd einfach der Belastung in der Einbeinstütze durch ein „Ich galoppiere nicht“ entkommen. Rechts – eigentlich die schwierige Seite für unausgebildete Pferde – funktionierte es aber einwandfrei.

Aber wie funktioniert eine solche Online-Betreuung konkret, wie läuft das ab?

Natürlich nimmt man zuerst einmal Kontakt mit mir auf und schildert so ausführlich wie möglich das Problem. Als weiteren Schritt bekommt man eine genaue Anleitung, welche Fotos und welche Videos benötigt werden. Die werden dann an mich geschickt, und ich kann sie mir mit Ruhe ansehen.
Als nächstes wird ein Termin vereinbart, um die Videos gemeinsam zu besprechen, das findet in der Regel über ein ZoomMeeting statt.

Mir ist wichtig, dass die Pferdebesitzer sehen lernen, wo das Problem liegt – sei es, so wie vorher beschrieben eine Muskelverletzung, oder auch eine andere Schwachstelle des Körpers, die durch eine Kompensationsbewegung entstanden ist, übersehen wurde.

Hier ein paar Beispiele solcher Schwachstellen, die ihr in den bisherigen Blogs – Links – lesen könnt:

Wichtig – und das muss wirklich gesagt werden: Ich kann online nur Hilfestellung und Hintergrundwissen geben – aber nicht zaubern! Selbstverständlich werden in den ZoomMeeting die eingereichten Filme und Bewegung besprochen, Tipps für Verbesserung oder auch eine Tape Anlage empfohlen. Oft ist es auch so, dass ich ein kleines Video zur Hilfestellung aufnehme. Aber die Umsetzung – natürlich wird gefilmt und immer wieder besprochen – liegt selbstverständlich immer beim Kunden!!! Und da alles über Bewegungs-Umlernen und Bewegungs-Schulung geht, ist auch ein gewisses Dranbleiben und das Investieren von Zeit notwendig, damit die Betreuung – siehe das Beispiel vom Anfang – tatsächlich Früchte trägt!

Ich muss aber rückblickend sagen: Schon gigantisch, was alles mit der neuen Technik machbar ist.

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